Und der Mamil lacht als letzter …

Ältere Radsportler auf teuren Rädern mögen belächelt werden, gesundheitlich sind sie eindeutig im Vorteil. Die “Mamils” waren nun sogar wissenschaftliche Studienobjekte.

Und der Mamil lacht als letzter ...“Middle-aged Men in Lycra”, kurz Mamil, werden sie genannt, jene Spätstarter im Radsport, die in enger Sportbekleidung und mit teuren Rennmaschinen die Gegend unsicher machen. Sind sie in der Midlife-Krise? Trauern sie ihrer Jugend nach? Vielleicht haben sie  einfach nur entdeckt, dass Rennradfahren Spaß macht und fit hält.

Radelnde Silberrücken beiderlei Geschlechts waren die “Objekte” einer Studie, die im angesehenen Journal of Physiology veröffentlicht wurde (hier in voller Länge nachzulesen). Die Fragestellung der Autoren lautete: Wie hängen Alter und körperliches Funktionieren zusammen? Die Auswirkungen des Alterns scheinen nämlich nicht so klar benennbar zu sein, wie es den Anschein hat; physiologische Marker, durch die sich das Alter eines Individuums verlässlich bestimmen lassen, existieren nicht. Außerdem: Vieles, das man gemeinhin mit dem Alterungsprozess in Verbindung bringt, wird eher durch eine inaktive Lebensweise verursacht, wie sie in unserer Gesellschaft viel zu oft üblich ist. Damit haben die an der Studie teilnehmenden Radsportler zwischen 55 und 79, die sich aus Mitgliedern der Organisation Audax UK rekrutierten, natürlich keine Probleme. Was ihnen zugute kommt: Ihr Sport belastet die Gelenke kaum und schont das Herz-Kreislauf-System sowie die Muskulatur. Der Mamil mag belächelt werden, auf lange Sicht ist er jedoch im Vorteil.

Wie ist das noch mit dem Löwen: Wie alt er ist, lässt sich nicht feststellen, nur, dass er ausgewachsen ist. Dem Mamil fehlt dazu lediglich das Fell …