Mit Knopf und Gummi gegen „Flashing“

Fliegende Röcke beim Radeln? Sind heute eher ein Problem individuellen Schamgefühls statt öffentlicher Erregung. Nun haben Betroffene ein simples Gegenmittel gefunden, das bald professionalisiert werden soll.

 

Vor 120 Jahren regte sich die (Männer-)Welt noch über die wahrnehmbaren Waden von Radfahrerinnen auf. Heute radelt jede/r, wie sie/er will, und nur das individuelle Schamgefühl hat bislang verhindert, dass ein Event wie der World Naked Bike Ride zum globalen Massenphänomen wurde.
Viele Radlerinnen sind jedoch ungewollt freizügig unterwegs: Fliegende Röcke, die den Blick auf Oberschenkel und Unterwäsche freigeben, sind das Problem. „Flashing“ nennt man das im angelsächsischen Sprachraum, und dagegen haben ein paar findige Frauen ein simples, effiktives Hausmittel gefunden: „Penny in yo Pants“. Wie’s funktioniert, zeigt dieser Lehrfilm: Einfach eine Münze von hinten durch beide Stoffschichten hindurch drücken, von vorne fassen und ein festes Gummiband drumwickeln. Eine eigene Homepage haben die Radfahrerinnen auch bereits, denn Münze und Gummiband waren ihnen wohl doch zu provisorisch. Die Erlöse eventueller Verkäufe sollen dem „Afghanistan Women’s Cycling Team“ zugutekommen. Das ist übrigens nicht wie vor 120 Jahren in langen Röcken unterwegs, sondern in Hosen – also ganz ohne „Flashing“.