Entwicklungsland Amerika

Entwicklungsland Amerika

In bunten Bildern soll US-Amerikanern der Umstieg aufs Fahrrad schmackhaft gemacht werden. Irgendwie rührend …

Kennen Sie diese bunten Bilderserien, mit denen man etwa in afrikanischen Staaten die Menschen für die Gefahren von Krankheiten sensibilisieren will? Was dort wirkt, soll auch in den USA funktionieren, allerdings in Sachen Verkehrserziehung für Erwachsene: Eine wirklich sehr leicht verständliche Serie von Grafiken im Online-Magazin „Bicycle Times“ zeigt auf, wie einfach sich der berufsbedingte Autoverkehr reduzieren ließe. Denn 50 % der Amerikaner, so heißt es, wohnen nur fünf Meilen von ihrer Arbeitsstätte entfernt, und würden sie aufs Fahrrad umsteigen, hätte das allerhand Vorteile – für die Umwelt, den Geldbeutel, die Gesundheit und so weiter. Angesprochen (bzw. dargestellt) wird auch die positive Wirkung von Radwegen: Je mehr es davon gibt, desto mehr Menschen fahren Fahrrad, und das bei rückläufigen Unfallzahlen. 
Ob die Botschaft ankommt? Der erstaunte Blick, mit dem die US-Amerikaner bisweilen die europäische Fahrradkultur betrachten, hat etwas Rührendes: Was hier selbstverständlich ist, muss dort erst in den Köpfen ankommen. Doch aufgepasst: Auch bei uns heißt zu wissen nicht unbedingt, entsprechend zu handeln. Um das einzusehen, muss man nur einmal zur Rushhour mit dem Rad auf die Straße gehen …