Aus dem Museum ins Leben zurück

Schön war’s, doch nun ist es vorbei. Nach erfolgreichen und gut besuchten zehn Monaten hatte “Das Fahrrad – Die Ausstellung” am Sonntag, den ersten März, ihren letzten Tag. Übrigens mit einem Besucherrekord: 1.300 Tagesbesucher zollten dem innovativsten Fortbewegungsmittel der Menschheit zum Abschluss ihren Tribut.

Überhaupt blickt das Museum der Arbeit auf ein gelungenes Event zurück, das auch dank der vielen Mitmach-Aktionen für die Besucher sehr positiv angenommen wurde. Mit Workshops, kulturellen Veranstaltungen und nicht zuletzt der Möglichkeit, unterschiedlichste Fahrräder selbst auszuprobieren, ist die Ausstellung dem Charakter ihres Subjektes sicher sehr nahe gekommen – denn ein Fahrrad ist vielschichtig, ist ebenso verkörperte Geschichte seiner Gattung wie Ausdruck moderner Technik, ebenso Nutzobjekt wie Kunsthandwerk.

Auch in diesem Blog hat “Das Fahrrad – Die Ausstellung” versucht, diesen Facetten gerecht zu werden und die unterschiedlichen Aspekte des Themas Fahrrad darzustellen. Dazu gehört die schnöde Technik, deren Fortschreiten sehr schön im Clip „Evolution of the Bicycle“ zu sehen ist – ein guter Ausgangspunkt für alle, die sich mit dem Fahrrad beschäftigen.

Das Fahrrad als Zeitzeuge, das Modeströmungen wie gesellschaftliche Entwicklungen spiegelt, hat in der Rubrik „Fahrrad des Monats“ eine Rolle gespielt. Beispielhaft sei jenes Vorkriegs-Damenrad erwähnt, dessen Heimat, das alte Köln, verschwunden ist, und das bis in die Gegenwart hinein klaglos seinen Dienst tat.

Natürlich wird mit dem Fahrrad auch Politik gemacht, von der Helmpflicht bis zum Umweltschutz; und das, wofür Fahrrad oder Auto stehen, eignet sich vorzüglich für die künstlerische Auseinandersetzung – wie etwa der österreichische Künstler Johannes Langeder mit seinem Tret-Porsche „Ferdinand GT3 RS“ gezeigt hat.

Wer sich für Fahrräder interessiert, muss sich mit praktischen Problemen wie der Diebstahlsprävention auseinandersetzen und kann das eher handfest tun, wie das Beispiel der „Bait Bikes“ aus den USA zeigt.

Und nicht zuletzt ist das Thema stark emotional belegt. Eine charmantere und fröhlichere Ode an das Fahrrad wie Carrie Martins Song „Steel Frame Bike“ ist kaum denkbar – der Wind in den Haaren und das Picknick in der Packtasche, so holt die junge Frau mit ihrer Gitarre das Fahrrad von der Schwärmerei ins Leben. Wie auch zahlreiche Exponate von “Das Fahrrad – Die Ausstellung” nun wieder in ihr Leben auf der Straße entlassen werden.

3 Kommentare

  • Robert Lange sagt:

    Hallo

    das ist wirklich ein stück Geschichte die sollte man sich gut bewahren :)

    viele grüße Robert

  • Dieter Speck sagt:

    Hallo

    das Fahrrad ist schon ein echtes Prachtexemplar und hat die Menscheit auf jeden Fall um einiges verändert.

    Ich wünsche weiterhin viel Erfolg und schöne Grüße derzeit aus Australien, wo ich mit meinem Fahrrad unterwegs bin!

    Dieter Speck

  • Bernd sagt:

    Das Fahrrad ist schon eine tolle Erfindung, ich möchte nicht darauf verzichten!
    Schade, dass das Bild nur in der Artikelübersicht zu sehen ist, hätte es gerne mal in Groß begutachtet.